handgetöpferte und handbemalte Tassen 

Motive, Dekore und Bemalung der Keramiken von Anette Schröder

Vielseitigkeit zeichnen die Arbeiten von Anette Schröder, handgefertigt im Keramik-Studio und Töpferei, aus. Die Motive der handbemalten Tassen reichen über Vogel, Katze, Pferd, Fisch oder Florales bis hin zu den Sammlertassen mit "Badende" oder "Landschaften". Ob Jumbotasse, Gartenstele oder Wandgestaltungen für Hotels, Berufsschulen und andere öffentliche Einrichtungen, ständig werden neue Ideen für schöne handgemachte Keramik umgesetzt.

handgemachte Unikate zum Gebrauch

Gartenfiguren und maritimes Keramik-Geschirr von Anette Schröder, Usedom-Keramik

Die Figuren und das Keramik Geschirr erhalten ihre Farbe durch eigene Glasur-Rezepte und Engoben, viele in Blautönen wie der Hofeigene Blaue Garten. Mit Handmalerei wird der Gebrauchskeramik darüber hinaus einzigartiger Charakter verliehen. Die Unikat-Keramik ist hochfeuerfest, hat gesinterte Feinsteinzeug-Qualität, ist daher leicht und dünnwandig, für Geschirrspüler und Lebensmittel geeignet und entsprechend gekennzeichnet. 

Wissenswertes über Glasur, Glas, Glasmalerei

Glasuren aus Gläsern

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Jedes Jahr finden Sie seit ca. 20 Jahren im Juli und August auch exklusiv von mir für die VINETA-Festspiele handgefertigte und glasierte Keramiken auf der Ostseebühne Zinnowitz.  Auch hier können Liebhaber und Interessierte eine Vielzahl von Formen und Gestaltungen entdecken. Im Katzen-Kabinett werden Katzenfans fündig.

Anette Schröder, Unikate, Handgetöpferte Keramiktassen mit Tieren aus Bannemin Usedom


Vase mit mehreren Öffnungen für einzelne Blumen

Vase für mehrere einzelne Blumen - Fächervase Usedom-Keramik (Designschutz)

Die Idee von Anette Schröder, seit Anfang der 90er von ihr angeboten. Besondere Dekoration mit der Fächer-Vase, klicken Sie auf das Bild für weitere Informationen.


Anekdoten aus dem Keramiker- und Töpfer-Alltag

leichte dünnwandige hoch feuerfeste Töpferarbeiten von Anette Schröder

Die zunehmend in den letzten Jahren am meisten gestellte, für mich verwunderliche Frage meiner Gäste lautet: "Kann man die Tassen, Vasen etc. auch richtig benutzen ?" was wohl soviel heißen soll "Sind die Gegenstände wasserdicht, wetterfest, winterfest?",  "Bleibt die Bemalung auch nach mehrmaligem Gebrauch erhalten oder geht da was ab ?",  "Kann man die Keramik im Geschirrspüler reinigen ?" Merkwürdig - zu DDR-Zeiten kannte ich solche Fragen nicht. Gleichzeitig wird mit Bewunderung konstatiert : "Oh, diese Keramik ist ja super leicht und dünnwandig und nicht so plump und dick wie anderswo." 

Ist die Qualitätsarbeit der professionell ausgebildeten Keramiker soweit gesunken, dass  Menschen auf solche Fragen kommen, oder gibt es mittlerweile zu viele Stümper ?

Leider ist es wohl so, dass viele Leute in den letzten Jahren der Ansicht sind, ein z.B. 10-tägiger sogenannter "Töpferkurs" sei Ausbildung genug, um Aufbau- und/oder Gebrauchskeramik  unter die Leute zu bringen, oder sich eine kleine Töpferscheibe zu kaufen und loszulegen. Herübergeschwappt ist diese Ansicht aus den alten Bundesländern, wo diese Kurse bereits schon länger angeboten wurden. Heraus kommen dann schwere dickwandige Gegenstände, die aus häufiger Unkenntnis der verwendeten Tonmassen und Passgenauigkeit der Glasuren oft nicht hoch genug gebrannt und auf den zahlreichen Töpfermärkten verkauft werden. Oder es wurde Deko-Keramik auf Märkten am Mittelmeer gekauft, die häufig noch mit bei uns verbotenen Bleiglasuren glasiert und niedrig gebrannt sind, so dass sie nur zur Dekoration taugen. Oder es handelt sich um dickwandiges Steinzeug, welches häufig auch gegossen oder gepresst angeboten wird.


Noch heute geht in Deutschland dem Beruf eines Keramikers eine dreijährige Ausbildung, manchmal mit angeschlossenem Studium voraus. Die Ausbildung mit Meister-Abschluss war bis ca. 2004 zwingende Voraussetzung für eine Selbständigkeit. Nach der Reform des Handwerksrechtes gehörte ein Keramiker zu den zulassungsfreien Gewerken und so schossen viele kleine Unternehmen aus dem Boden, größtenteils ohne fundierte Ausbildung. Darüber hinaus werden in den alten Bundesländern am häufigsten weiß brennende Steinzeugtone, in den neuen Bundesländern überwiegend  rotbrennende Tone verwendet. Dies hängt einfach mit den vorhandenen verfügbaren Lagerstätten in der Nähe zusammen. Die weißen Steinzeugtone werden, auch wegen der benötigten höheren Brenntemperatur, dickwandiger verarbeitet, oft auch durch Giess- und Pressverfahren.  Einige rote Tone dagegen können bei entsprechender Qualifikation dünnwandiger frei Hand auf der Töpferscheibe ausgezogen werden und sind daher leichter und dünner, jedoch ebenfalls durch entsprechend hohe Brenntemperaturen in dichter Steinzeug-Qualität. 

Darüber hinaus wird von Profis durch die Lebensmittelüberwachungsämter eine entsprechende Kennzeichnung der mit Lebensmitteln in Berührung kommenden Gegenstände verlangt. Hobby-Keramiker dagegen können alles auf den Markt bringen, was ihnen beliebt.


Eine andere laienhafte Frage lautet in den letzten Jahren merkwürdigerweise oft : "Wie hoch brennen Sie den Ton?", oder neuerdings auch in neudeutsch: "Ist das Hochbrand-Keramik ?" Meine Antworten darauf sind dann z.B. :

"Dazu müssten Sie auch nach der verwendeten Tonsorte fragen, denn jede hat andere Brenneigenschaften und Sinterungstemperaturen." So kann eine bestimmte Tonsorte recht niedrig gebrannt trotzdem dicht sein und bei noch höheren Temperaturen schmelzen - da nutzt dann der ganze "Hochbrand" nichts.  Oft liegt mir dann auf der Zunge: "Fragen Sie Ihren Bäcker auch, ob man seine Brötchen essen kann ?" weil ich mich wundere, wie man auf eine solche Frage kommt, denn hier ist man ja nicht bei einem "Hobby-Töpfer" und für Fachleute und Selbstständige ist es selbstverständlich, dass absolute Qualität hergestellt wird, in diesem Falle Gegenstände für den täglichen Gebrauch in Feinsteinzeug-Qualität . Manch einer hielt meine Gegenfragen für frech und unangebracht. Ich weiß nicht, wie es  wäre, würde man z.B. einen Fünf-Sterne-Koch fragen: "Und Ihre Speisen kann man wirklich essen ?"


Die vielen "Hausfrauen- und Möchtegern-Töpfer", die darüber hinaus alles Mögliche aus Ton machen, aber nicht töpfern (Töpfern kommt von Topf, also rotationssymmetrisch rund)  haben einem vormals geachteten Beruf also einen wahren Bärendienst erwiesen. Zu DDR-Zeiten hießen z.B. bei uns Kurse, die sich mit dem Bearbeiten von Ton beschäftigten "Keramik-Kurs" und nicht Töpfer-Kurs, was der Sachlage eindeutig mehr entspricht. Heute wird aus oben genannten Gründen das sogn. "Töpfern" oft in's Lächerliche gezogen und Profis bezeichnen sich daher meist als Keramiker.


Kleine Materialkunde

Welche Brenntemperatur verwendet wird, hängt von der Tonsorte und von den erwünschten Eigenschaften des gebrannten Gegenstandes, ob z.B.  ein Blumentopf (Irdenware) oder eine Vase (Steinzeugqualität = gesintert) hergestellt werden soll, ab. Schwarzbrennende Tonsorten, auch Massen genannt, können z.B meist nicht höher als 1150°C, rotbrennende Massen nicht höher als 1200°C und weissbrennende Massen meist nicht höher als 1300°C gebrannt werden. Die Färbung der Tone beruht z.B. bei schwarz brennenden Tonen auf einem hohen Mangananteil und rote Massen sind reich an Eisenoxyd, je nach Lagerstätte. Soll eine Masse dicht gebrannt werden, also gesintert sein, weil daraus eine Vase oder sonstiges Gebrauchsgeschirr hergestellt werden soll, muss man wissen, bei welcher Temperatur die Wasseraufnahmefähigkeit der verwendeten Tonsorte unter 2%  sinkt und brennt entsprechend, um Fein- oder Steinzeug-Qualität zu erhalten (nicht Steingut) .

Auch die verwendete Glasur muss zur zur Tonsorte und Brenntemperatur passen. Bei Porzellan ( nicht bildsame Tonsorte Kaolin) gibt es Massen,  die  bis zu 1450°C gebrannt werden. So wird zwischen Irdenware (Wasser durchlässige Blumentopf-Qualität), Steingut, Steinzeug und Porzellan unterschieden, die jeweils anderen Brennverfahren-, und Temperaturen sowie Glasuren unterworfen sind. Bis auf die erwünschten Eigenschaften von Irdenware und Steingut sind alle anderen so hoch gebrannt, dass sie wasserdicht sind. Für alle Gefäßkeramik jedoch, da Hohlkörper, in denen sich im Außenbereich auch Wasser sammeln kann, gilt, dass sie nicht winterfest sind, auch wenn sie noch so hoch gebrannt sind. Denn Eis verbeult durch seine Kraft und Ausdehnung in Gefäßen selbst Metall und sprengt auch hoch gebrannte Keramik. 


 
 
 
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